deutsch
 | 

Sonderstahlwerk

ESU-Breitenfeld

Das Sonderstahlwerk Breitenfeld verfügt neben einer Gleittiegel-Schutzgas-ESU mit der Produktionskapazität von Blöcken bis zu einem Durchmesser von 1200 mm und einer Länge von maximal 4 Metern, zusätzlich über eine moderne Standtiegel-Schutzgas-ESU mit einer Produktionskapazität von Blöcken bis zu einem Durchmesser von 600 mm und einer Länge von maximal 2,7 Metern.

ESU-Technologie

Beim Elektroschlacke-Umschmelzen tauchen selbstverzehrende Elektroden in ein widerstandsbeheiztes, metallurgisch wirksames Schlackenbad, das sich innerhalb einer wassergekühlten Kokille befindet. Die Schlacke überhitzt (1700°C bis 2000°C) und Metalltropfen schmelzen von der eingetauchten Elektrodenspitze ab. Die Tröpfchen sinken durch die Schlacke, wo sie durch physikochemische Extraktion von nichtmetallischen Verunreinigungen befreit, und schließlich im noch flüssigen bereits raffinierten Stahlbad aufgefangen werden. Dort erfolgt eine dichte und gerichtete Erstarrung von unten nach oben. Die Qualität des fertigen ESU-Blockes hängt neben der Elektrodenbeschaffenheit und der Genauigkeit der Anlagensteuerung vor allem von der eingesetzten Schlacke ab.
ESU-Produkte zeichnen sich durch hohe Reinheit und eine gute, seigerungsarme Blockstruktur aus. Die Blöcke können „as cast“ umgeformt werden.

VAR-Breitenfeld

Das Sonderstahlwerk Breitenfeld verfügt über einen modernsten Vakuum-Lichtbogenofen (VAR) mit der Produktionskapazität von Blöcken bis zu einem Durchmesser von 1000 mm und einer Länge von maximal 3 Metern zur Erschmelzung von hochreinen Werkstoffen.

VAR-Technologie

Beim Vakuumlichtbogenofen wird die zum Umschmelzen erforderliche Energie durch einen im Vakuum (bis zu 10-4mbar) zwischen Abschmelzelektrode (Kathode) und Schmelzsumpf (Anode) gezündetem Hochstrom-Gleichspannungs-Lichtbogen erzeugt. Dabei lösen sich kleine Metalltropfen von der Elektrodenspitze ab und werden im noch flüssigen Metallsumpf innerhalb einer wassergekühlten Standkokille aufgefangen. Die metallurgisch erreichbaren Verbesserungen sind auf das Abschmelzen unter Vakuum und auf die Erstarrungbedingungen zurückzuführen. Verbessert werden vor allem der Reinheitsgrad, der Gehalt an unerwünschten Spurenelementen und gelösten Gasen sowie die Blockstruktur.
VAR-Blöcke sind vor dem Umformen an ihrer Oberfläche mechanisch zu bearbeiten.